|
Als ich vor einigen Jahren mein Herz für Minzen entdeckt habe, kannte ich eigentlich nur Omas klassische Pfefferminze für Tee. Ich wußte noch nicht einmal welch schöne Blüten die Pfefferminze trägt. Nachdem ich eine Erdbeerminze in einem Online-Shop für Kräuter entdeckt habe, war es um mich geschehen. Seitdem sammle ich alle möglichen Sorten und zwar im Topf auf dem Balkon, da ich leider keinen Garten besitze.
Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass Kräuter gerade einen regelrechten Boom erleben und immer mehr Anbieter die tollsten Minzearten verkaufen. So habe ich mittlerweile eine ordentliche Sammlung, die schön anzusehen ist, duftet, winterhart ist und auch meinen Katzen nichts anhaben kann. Schokoladenminze Eine giftige Minze habe ich meinem Giftpflanzenbuch entdeckt: die Poleiminze (Mentha Pulegium L.). Diese fällt eher unter die Wildkräuter und wird meines Wissens nicht im Gartencenter angeboten. Sie wächst vorwiegend in der Nähe von Flüssen und Seen und steht in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen. Die habe ich alle schon und ich muss zugeben, dass es ein wenig anstrengend ist die Minzen im Topf zu halten, da sich die meisten Sorten durch Querläufer ausbreiten und eigentlich gerne jedes Jahr den Ort wechseln würden. Das hat zur Folge dass man doch häufiger als einem lieb ist mit umtopfen, Ableger anpflanzen, Pflanzen verjüngen und so weiter beschäftigt ist. Leider sind die Minzen auch allesamt recht beliebt unter den Zikaden und Thripsen. Das nervt ungemein, wenn man kein Gift einsetzen möchte. Da hilft nur Augen auf halten und Klebesticker verwenden, um die Schädlinge in Schach zuhalten. Zur Not muss man zur Schere greifen. Aber der Duft und die schönen Blüten entschädigen in jedem Fall :-) Unbedenkliche Dekopflanze, für Katzen die nur gelegentlich knabbern geeignet! |


